Modul 1

Das Selbstwertgefühl (4)

"10 Tiere"

Dieses Experiment lässt sich am Besten in einer Gruppe durchführen, funktioniert aber auch zu zweit.

Aufgabenstellung: "Zählen Sie 10 Tiere auf, mit einer dazugehörigen Eigenschaft oder Tätigkeit!" (Bsp: ein Hund - bellt, ein Vogel - fliegt, usw.) Diese Aufgabe erscheint sehr einfach und jeder traut sich zu, diese zu lösen.

Um aber zu beweisen, wie abhängig wir von der Bewertung, der Situation und dem Vergleich mit anderen sind, sagen Sie dem Teilnehmer des Experiments die Bedingung: "Während der Aufzählung dürfen Sie nur mich anschauen. Sobald Sie Augenkontakt zu der restlichen Gruppe aufnehmen ist die Aufgabe verloren" (Somit bringen Sie den TN in eine ungewöhnliche Situation, unterdrücken die Möglichkeit für den TN sich mit anderen zu vergleichen und machen ihn von Ihrer (alleinigen) Bewertung abhängig.) 

Dann starten Sie und lassen den TN das erste Tier und die Eigenschaft nennen. Sofort haken Sie ein und machen eine negative Bemerkung (anfänglich noch sachte, gern unterstützt durch abwertende Gestik und Mimik) und zählen deutlich mit den Fingern mit.  Bsp: TN sagt: " Ein Frosch quakt" - Schauen Sie ihn jetzt ungläubig an und machen Sie eine Bemerkung, wie " Naja, jetzt keine Tiere aus dem Vorschulbilderbuch - wir sind ja erwachsen." - Zählen Sie dennoch mit dem Daumen gut sichtbar die 1, wobei sie aber den Daumen leicht nach unten richten. Eine entsprechende Mimik und Gestik fördert die Verunsicherung. Eine weitere Bemerkung, wie "Aber ok, das lassen wir gelten, bitte Tier Nr. 2!" verstärkt diesen Effekt.

Und in dieser Art und Weise reagieren Sie bei jeder weiteren Aufzählung. Schon bald wird der TN verunsichert aufgeben...

Durch dieses Experiment erkennen wir sehr schnell, wie abhängig unser Selbstwertgefühl von positiven Feedback ist!

weitere Erkenntnisse daraus können sein:

- positive Umweltreaktionen nehmen wir im Allgemeinen gar nicht mehr wahr, sie 

   erscheinen uns völlig normal

- sind die Umweltreaktionen wider Erwarten negativ, können wir manchmal die einfachsten

   Aufgaben nicht lösen

Denken Sie kurz nach!

Was bedeutet das in der Praxis in Bezug auf Mitarbeiter, Kunden,

Geschäftspartner, Liebesbeziehungen?

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Schreiben Sie in die Tabelle 10 Dinge ein, die Sie tun und begründen Sie diese!

Bsp: Ich mache: ein Fachbuch lesen   weil: bessere Argumente

        Ich mache: eine neue Aufgabe übernehmen   weil: mehr Anerkennung

        Ich mache: jemanden von meiner guten Leistung erzählen  weil: Lob, Anerkennung, erhöht mein SWG

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Grundregel 5:

Alles, was wir tun, machen wir,

um unser Selbstwertgefühl zu verteidigen, zu erhalten oder zu verbessern.

Denken Sie kurz nach!

Welche Situationen kennen Sie, in denen Sie Ihr SWG verteidigt haben oder in

denen Sie für die Erhaltung oder Verbesserung Ihres SWG gehandelt haben?

Zwischenmenschliche Kommunikation

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