Modul 3

Konfliktbewältigung (9)

1 Blatt Papier

Hier die Aufgabe noch einmal zum Nachlesen:

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und helfen Sie als Schiedsrichter folgende Situation zu lösen.

Zwei Arbeiter haben die Aufgabe in dieser Arbeitswoche mehrere Container zu entladen. Dabei muss ein Arbeiter die Paletten aus dem Container herausfahren und in der Lagerhalle abstellen.  Die Aufgabe des zweiten Arbeiters besteht darin, den Staplerfahrer einzuweisen und die entladenen Paletten in ein Stellflächenverzeichnis einzutragen. Beide Arbeiter sind im Besitz des „Staplerscheins“. Nach Entleerung des Containers muss dieser jeweils ausgefegt werden.

Nach zwei Tagen bahnt sich ein Konflikt an: Arbeiter 1 lässt Arbeiter 2 nicht mit dem Stapler fahren, obwohl Arbeiter 2 ihn mehrmals darum gebeten hat. Die Arbeiter streiten so sehr, dass die Arbeit zum Stillstand kommt.

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Es gibt viele Situationen, in denen wir Konflikte abbauen wollen, und dennoch unbewusste Äußerungen von uns geben, die den Weg der Konfliktlösung verhindern, oder erst Konflikte auslösen. Hier einige Beispiele:

1. Mit der Bemerkung in strengem Ton und als Behauptung formuliert:

   „Sie wissen ja, warum wir zusammenkommen!“ wird die Gesprächsbereitschaft schon zu Beginn 

    abgebaut.

2. „Papier ist geduldig.“ oder „Ich bin erstaunt, dass…“ erleben die meisten Gesprächspartner als 

    Aggression, die Gegenaggressionen auslösen können.

3. „Seien Sie doch vernünftig!“ oder „Ich verstehe Sie ja, aber…“ werden als  Zeichen der Distanz und 

     Überlegenheit erlebt. Der Gesprächspartner meint es zwar gut, gibt aber damit zu verstehen, dass           er eher Recht hat und vernünftiger ist.

4.  Aussagen, die auf die Persönlichkeit des Partners gerichtet sind, wirken aggressiv und verhindern

     eine offene Gesprächsführung. „Das können Sie so nicht machen!“ statt „Ich fürchte, das klappt  

     so nicht!“

5.  Pauschalaussagen, wie „Sie sprechen ziemlich viel heute Abend.“ verschärfen angespannte

     Atmosphären. Solche Aussagen beinhalten ein oder mehrere Prädikate, die nicht auf den Inhalt   

     sondern auf die Beziehung gerichtet sind.

6.  Suggestivfragen, wie „Sind Sie nicht der Meinung, dass…?“  statt „Ich  meine, dass…“  lösen 

     Unsicherheit aus. Formulieren Sie deshalb klare Aussagen, aus denen ihr Partner erkennen kann,   

     dass es Ihre Meinung ist. ( „ich“ statt „man“)

7.  Sprechen Sie nur dann von „wir“, wenn Sie von anderen ausdrücklich dazu aufgefordert wurden, 

    denn diese solidarische Meinung wird meist stillschweigend angenommen, ist aber tatsächlich 

    selten vorhanden.

8.  Manche Menschen in Führungspositionen haben sich eine sehr laute Sprache angewöhnt, die von   

     anderen in offenen Gesprächsrunden als „Befehlssprache“ erlebt wird.

9.  Auch verstecken wir uns hinter indirekten (unklaren) Aussagen und Fragen, bspw:

     Indirekt: „Was soll Ihre Bemerkung?“

 

     Direkt: „Ich verstehe Ihre Bemerkung nicht.“

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Konfliktträchtige Redewendungen entstehen vor allem dann, wenn Sie ...

...ihren Partner nicht ernst nehmen oder wenn Sie sich über ihn ärgern.

... ihrem Partner nicht zuhören und seine Aussagen nur deuten und interpretieren.

... die Einstellung haben, sowieso alles besser zu wissen und entsprechende Gegenbehauptungen aufstellen.

Zusammenfassung Modul 3 - Konfliktbewältigung

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Tragen Sie auf Seite 15 in Ihrem Arbeitsheft Ihre 3 Highlights aus diesem Modul ein!

Zwischenmenschliche Kommunikation

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